Gesunde Ernährung mit Schwarzkümmel

Schwarzkümmel wird im Arabischen als Habbah al-baraka bezeichnet, was übersetzt segenreicher Samen bedeutet. Schon vor Tausenden von Jahren war die segenreiche Wirkung und Vielseitigkeit von Schwarzkümmel bekannt. Im Folgenden soll die Geschichte und der damit verbundene Siegeszug der Heilpflanze von Asien über Afrika bis nach Europa genauer beleuchtet werden.

Der geschichtliche Hintergrund des Schwarzkümmels

Die erste Erwähnung des echten Schwarzkümmels (lat. Nigella sativa) findet sich in der Bibel durch den Propheten Jesaja. Schon in dieser Zeit wurde Nigella sativa angebaut und zum Verfeinern von Speisen verwendet. Auch damals war den Menschen die damit einhergehende positive Auswirkung auf die Gesundheit bekannt.

Im alten Ägypten verwendeten Kleopatra und Nofretete den Schwarzkümmel Samen und vor allem das Öl zur Pflege ihrer weichen, makellosen Haut. Diese Hypothese wird durch die Funde des Schwarzkümmelöls und des Samens der Pflanze im Grab des Pharao Tut-ench-Amun und durch Aufzeichnungen auf Papyrusrollen untermauert. Als Heilmittel wurde Nigella sativa vor allem für Erkältungen und Entzündungen unbekannter Ursache verwendet.

Auch bei den alten Griechen war Schwarzkümmel ein wohlbekanntes und geschätztes Heilmittel. Es wurde zum Beispiel gegen Kopfschmerzen, Zahnschmerzen und Hauterkrankungen eingesetzt. In Griechenland waren an der Entdeckung der Wirkung des Schwarzkümmels Hippokrates (5 Jh. v. Chr.), Plinius der Ältere, der in seinem Werk „Naturalis Historia“ ein Kapitel der Heilpflanze widmete, und der Arzt Dioscoredes beteiligt. Auch noch heute wird Schwarzkümmel vielseitig eingesetzt. Im Weiteren wird die Pflanze im Hinblick auf ihren biologischen Aspekt, ihre Wirkung und Anwendung genauer betrachtet.

407623_web_R_K_B_by_kladu_pixelio.de

Biologische Aspekte der Schwarzkümmelpflanze

Nigella sativa ist eine einjährige Pflanze und gehört zu der Familie der Hahnenfußgewächse. Allerdings ist der echte Schwarzkümmel nicht mit Kümmel oder Kreuzkümmel verwandt. Nigella sativa, eine schlanke und leicht gedrungene Pflanze, kann eine Höhe von 15-50 cm erreichen. Die Pflanze bevorzugt sandigen und lockeren Boden. Die Laubblätter des Schwarzkümmels sind gefiedert. Des Weiteren besteht die Blüte aus fünf weißen bis bläulich schimmernden Hüllblütenblättern, welche die zehn Honigblätter einhüllen. Staubblütenblätter sind sehr zahlreich vorhanden. Der dreieckige, schwarze Samen der Nigella befindet sich, ähnlich wie Mohn, in Kapseln. Dieser Schwarzkümmel Samen wird zu kalt gepresstem Schwarzkümmelöl verarbeitet, welches auf vielfältige Weise wirkt. Nachfolgend werden die verschiedenen Anwendungsweisen und Produkte genauer elaboriert.

Anwendung und Produkte des Schwarzkümmels

In der Medizin wird vor allem das Öl des Schwarzkümmels zu therapeutischen Zwecken verwendet. Allerdings wird in der westlichen Welt oftmals auf pharmazeutische Produkte zurückgegriffen und nicht der echte Schwarzkümmel (Nigella sativa) verwendet. Die Frage, ob nun der echte Schwarzkümmel oder die pharmazeutischen Präparate effektiver sind, ist umstritten.

Das breite Wirkungsspektrum des Schwarzkümmels umfasst folgende Krankheiten und Einsatzgebiete:

Allergien und Neurodermitis
Diabetes Typ 2
Asthma (Asthma bronchiale)
Krebs
Bluthochdruck
Schlafstörungen und Hyperaktivität
Haut und Haare
Anwendung bei Tieren

Allergien und Neurodermitis

Der Schwarzkümmel oder auch pharmazeutische Präparate helfen, Allergien und Neurodermitis abzumildern. Vor allem bei Heuschnupfen hilft die Einnahme, um die damit oftmals einhergehende entzündliche Schwellung der Nasenschleimhaut abzumildern.

Diabetes Typ 2

Beim Diabetes Typ 2, oder im Volksmund auch oft als Altersdiabetes bezeichnet, kann sich die Einnahme von Schwarzkümmel zusammen mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung und körperlicher Aktivität positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken.

Bronchialasthma

Das Bronchialasthma geht meistens auf eine übersteigerte Reaktion des Immunsystems zurück. Aufgrund der Vielzahl an Wirkstoffen des Schwarzkümmels wird das Gewebshormon Prostaglandin E1 produziert, welches in die Blutbahn gelangt. Von der Blutbahn ausgehend, wirkt es erweiternd auf die Bronchialgefäße. Aufgrund dieser Eigenschaft wird die Allergiebereitschaft, welche das Bronchialasthma auslöst, herabgesetzt. Durch diese Abmilderung bzw. Dämpfung des Immunsystems kann eine Überreaktion verhindert werden. In 70 Prozent der Fälle wirkt sich die Einnahme positiv auf den Krankheitsverlauf aus. Außerdem können auf diese Weise Nebenwirkungen, die eventuell durch eine herkömmliche medikamentöse Behandlung entstehen, umgangen werden.

Krebs

Allmählich hält vor allem das Schwarzkümmelöl Einzug in die westliche Schulmedizin im Kampf gegen verschiedene Krebsformen, wie zum Beispiel dem Bauchspeicheldrüsen-, Darm-, Prostata- und Brustkrebs. Dabei wird das Öl meistens unterstützend gegeben, um den Körper zu stärken und in dieser für den Körper sehr anstrengenden Phase zu unterstützen. Durch Chemo- und Strahlentherapie wird das Immunsystem heruntergefahren und es kommt zu einer sogenannten Immunsuppression, damit ist der Patient sehr anfällig für weitere Krankheiten. Der Schwarzkümmel kann nachweislich helfen, das Immunsystem zu stärken, und wirkt sich somit günstig auf die Genesung aus. Schäden der Strahlentherapie, aber auch die für den Körper toxische Nebenwirkungen der Chemotherapie können durch die Gabe von Schwarzkümmelöl reduziert werden. In einer Studie konnte nachgewiesen werden, dass durch die Einnahme das Wachstum der Knochenmarkszellen gefördert wird. Alles in allem werden das Immunsystem unterstützt, Schäden von Strahlen- und Chemotherapie reduziert und auf diese Weise der Heilungsprozess gefördert.

Des Weiteren kann Schwarzkümmel auch präventiv zum Einsatz kommen. Wissenschaftler in den USA fanden heraus, dass durch die Einnahme das Wachstum der Krebszellen gehemmt und darüber hinaus das Immunsystem gestärkt wird. Deshalb kann die Anwendung eine schonende, vorbeugende Maßnahme sein, um das Risiko einer Krebserkrankung zu senken. An dieser Stelle soll ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass Schwarzkümmel das Risiko einer Erkrankung senkt, aber diese nicht mit 100 prozentiger Sicherheit verhindern kann.

Bluthochdruck

Bluthochdruck kann durch Schwarzkümmel gesenkt werden. Die vielfältigen Inhaltsstoffe der Schwarzkümmel Samen sorgen für eine Blutdrucksenkung. Die Arterien werden geschont und das gesamte Herz-Kreislauf-System ist einer geringeren Belastung ausgesetzt.

Schlafstörungen und Hyperaktivität

Bei Schlaflosigkeit und Schlafstörungen verhilft Schwarzkümmel wieder zu einer ruhigen und erholsamen Nacht. Es bringt Seele und Nerven in Einklang, um ein ruhiges und entspanntes Einschlafen zu gewährleisten. Außerdem wirkt es sich positiv auf die Verdauung aus und sorgt für ein allgemeines Wohlbefinden. Das Gleichgewicht des Körpers wird wieder hergestellt und somit ein guter Schlaf begünstigt.

Auch bei Hyperaktivität sorgt die beruhigende Wirkung des Schwarzkümmels für eine Abmilderung des hyperaktiven Verhaltens. Eltern berichten, dass ihre Kinder ruhiger geworden sind und sich länger und besser konzentrieren konnten. Es ist immer sinnvoll, vor Beginn einer Therapie einen Kinderarzt oder Heilpraktiker zu konsultieren, um in Hinblick auf Dosierung, Art und Dauer der Anwendung Informationen zu erhalten.

Haut und Haare

Hautprobleme, wie zum Beispiel Akne, Ekzeme oder auch Hautausschläge, werden durch Schwarzkümmel gelindert. Dabei sorgt eine Einnahme für das schon zuvor erwähnte Gleichgewicht, welches sich günstig auf die Haut auswirkt. Außerdem kann das Schwarzkümmelöl auch äußerlich auf der Haut angewendet werden. Hierbei sollten die betroffenen Stellen leicht betupft werden.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Schwarzkümmel sowohl durch interne als auch durch externe Anwendung einen positiven Effekt auf die Haut hat, da er die Durchblutung steigert, Zellen erneuert und über lange Zeit für ein gesundes Hautbild sorgt.

Um eine Kräftigung, eine Verbesserung der Geschmeidigkeit und eine Steigerung des Glanzes der Haare zu erreichen, sollte das Schwarzkümmelöl regelmäßig auf das Haar aufgetragen werden. Ein für die Haare wichtiger Inhaltsstoff ist das Beta-Karotin, welches im Körper zu Vitamin A umgebaut wird und für die Zellerneuerung der Haare essentiell ist. Biotin oder Vitamin H/B7 verringert Spliss. Des Weiteren kommt Selen eine wichtige Aufgabe zu, da es neben gesundem Haarwachstum auch die allgemeine Gesundheit fördert. Allerdings soll nicht unerwähnt bleiben, dass auch die Spurenelemente Zink und Magnesium für gesünderes Haar ausschlaggebend sind. Das Öl sollte in die Spitzen eingearbeitet werden. Es ist mindestens mit einem Anwendungszeitraum von drei bis sechs Monaten zu rechnen, bis sich eine sichtbare Verbesserung einstellt.

Anwendung bei Tieren

Auch auf Tiere hat der Schwarzkümmel eine gesundheitsfördernde Wirkung. Selbstredend sollte aber auch bei Tieren ein Tierarzt vor der Gabe konsultiert werden. Bei Hund, Katze und Pferd sorgt das Öl, wie auch beim Menschen, durch seine ätherischen Öle und seinen Vitaminkomplex für ein gestärktes Immunsystem. Auch allergische Reaktionen der Vierbeiner können durch das Gewebshormon Prostaglandin E1 abgeschwächt werden. Durch seine entzündungshemmende und antiseptische Wirkung hilft es außerdem bei Wunden, kleineren Verletzungen und Entzündungen. Parasiten, die oftmals das Fell von Hunden besiedeln, können durch die Gabe von ein paar Tropfen, welche in das Futter gemischt werden, abgewehrt werden, da ausnahmslos alle Parasiten den Geruch des Schwarzkümmelöls meiden. Durch diese Anwendung können auch gerade Zecken, welche oft Katzen als Wirtstier favorisieren, abgewehrt werden. Die äußere Anwendung sorgt für ein geschmeidigeres und glänzendes Fell der Tiere. Vor allem Langhaarkatzen leiden oftmals unter lästiger Schuppenbildung. Auch diese kann durch einige Tropfen des Schwarzkümmelöls, welches zum Beispiel auf die Bürste gegeben wird bekämpft werden.

Allgemeine Hinweise zur Anwendung

Generell kann das Schwarzkümmelöl oral eingenommen werden. Zwar ist der Geschmack des Öls sehr intensiv, durch die Zugabe von Honig lässt sich die Intensität jedoch abmildern. Für einen Tee wird empfohlen, einen Esslöffel des Öls mit 0,25l kochendem Wasser zu übergießen und für 15 min ziehen zu lassen. Aber auch eine Einnahme von Schwarzkümmelkapseln ist möglich. Darüber hinaus gilt es zu beachten, dass das Schwarzkümmelöl dunkel und kühl zu lagern ist. Die Anwendung sollte niemals ohne vorherige Konsultation eines Arztes und Heilpraktikers erfolgen. Schwarzkümmelöl kann man auch online bestellen, eine sehr gute Qualität liefert zum Beispiel fit-durchs-alter.de

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen treten bei der Behandlung mit Schwarzkümmel nur selten auf und sind in der Regel gering, weswegen er sich großer Beliebtheit erfreut. Nichtsdestotrotz sollte sich über die Nebenwirkungen informiert und möglichst einen Arzt oder Heilpraktiker vor Beginn einer Therapie zurate gezogen werden.

Folgende Nebenwirkungen können auftreten:

Magenschmerzen
Beginn der Wehentätigkeit bei Schwangeren. Diese wird vor allem durch die ätherischen Schwarzkümmelöle ausgelöst.

Alles in allem ist Schwarzkümmel eine vielseitig einsetzbare Pflanze und nicht umsonst ein Superstar unter den Naturheilmitteln.

Hinweis: Die in diesem Dokument enthaltenen Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Sie widerspiegeln nur die Meinung des Verfassers und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie können eine ärztliche Beratung oder die Behandlung durch entsprechend ausgebildete Ärzte nicht ersetzen. Wir übernehmen keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen.